Artikkelit
Refer Original 154
01.11.1996, Clinical Laboratory 42: 892-893 (Töyry et al, Diabetes 1996)
(ei kuvausta)
Vorkommen, Prädiktoren und klinische Bedeutung der autonomen Neuropathie bei NIDDM (Typ 11-Diabetes)- Patienten. Eine ZehnjahresVerlaufsstudie nach Diagnosestellung
Bei IDDM (Typ 1-Diabetes)-Patienten mit autonomer Neuropathie wurde eine hohe Mortalitätsrate festgestellt. Erstmalig wird eine 10 Jahres-Verlaufsstudie bei NIDDM-Pat. im Vergleich zu aitersgerecht ausgewählten Nichtdiabetikern vorgestellt.
133 neudiagnostizierte NIDDM-Pat. (45-64 Jahre, 70 Männer) und 144 Nichtdiabetiker (62 Männer) wurden zu Beginn der Studie (1979-1981) und nach 5 bzw. 10 Jah-
ren untersucht. Neben Nüchternglucose und aGTT wurden auch Plasrrla-Insulin und C-Peptid, HbAj, und die Serum-Lipaproteine bestimmt. Als Kriterien für eine parasympathische Neuropathie wurde ein ExspirationInspirations-Index :5 1,10 im Miefatmungstest (6 Zyklen zu 10 s) und für die sympathische Neuropathie ein Abfall des systolischen Blutdrucks um 2~ 30 mmHg im 5 minOrthostase-Test festgelegt.
Die Häufigkeit der parasympathischen Neuropathie betrug zu Beginn 4,9 vs. 2,2% (NIDOM-Pat. vs. Kontrollprobanden, P = 0,224), nach 5 Jahren 19,6 vs. 8,5% (P = 0,017) und nach 10 Jahren 65,0 vs. 28,0% (P = 0,001). Die Prävalenzen für das Vorliegen einer sympathischen Neuropathie nach 5 Jahren betrugen 6,8 vs. 5,6% und nach 10 Jahren 24,4 vs. 9% (P = 0,003). Kombinierte autonome Neuropathien waren nach 5 Jahren bei 2,1 vs. 1,8% feststeltbar, zeigten aber nach 10 Jahren deutliche Unterschiede (15,2 vs. 4,2%, P = 0,007). NIDDMPat. mit parasympathischer Neuropathie (häufiger Frauen als Männer) hatten nach 10 Jahren deutlich schlechtere Werte bei der Glucosekontrolle, aber höhere Insulinkonzentrationen (Risikofaktor 3,1) als Pat. ohne Neuropathie. Unter den in 10 Jahren an kardiovaskulären Ursachen Verstorbenen war die Häufigkeit der parasympathischen Neuropathie höher (13 vs. 3 % zu Beginn, 33 vs. 17% nach 5 Jahren) als bei den Vergleichspersonen. Ahnlich waren nach 5 Jahren die Unterschiede bei Pat. mit sympathischer Neuropathie (13,3 vs. 4,5%). In der muitiplen logistischen Regressionsanalyse wurden als unabhängige Prädiktoren der 10 Jahres-kardiovaskulären Mortalität gefunden: Nüchtem-Plasmaglucose, HbAj, nach 5 Jahren, sympathische Neuropathie, systolischer Blutdruck und die Raucheranaminese.
Die Häufigkeit der autonomen Neuropathie steigt bei NIDDM-Pat. stark mit der Diabetesdauer an. Die Entwicklung der autonomen Neuropathie wird durch schlechte Stoffwechseleinsteilung, hohe insulinspiegel und Zugehörigkeit zum weiblichen Geschlecht verstärkt. Hohe Insulinspiegel scheinen das Risiko einer parasympathischen Neuropathie unabhängig von Adipositas und Glykämie zu erhöhen.
Töyry JP, Niskanen LK, Mäntysaari MJ, Länsimies EA, Uusitupa MIJ. Occurence, predictors, and clinical significance of autonomic neuropathy in NIDOM. Diabetes 1996; 45: 308-315
Correspondence: Dr. Jari T6yry, Department of Clinical Physiology, Kuopio University Hospital, Kuopio, Finland
Referiert von: Prof. Dr. Dr. H. Fiedler, Suhl